Erinnern heißt Handeln! Aufruf zum Antikapitalistischen Block 2015

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Anti­ka­pi­ta­lis­ti­scher Block auf der 1.Mai-Demonstration
Treff­punkt 10.30 Uhr | Stüh­lin­ger Kirch­platz
beim Stand vom Lin­ken Zen­trum Frei­burg ¡adelante!

Erin­nern heißt Han­deln!
Gemein­sam kämp­fen gegen Faschis­mus, Krieg und Reaktion!

Krieg in der Ukraine und Syrien, auto­ri­täre Spar­po­li­tik und die sich ver­schär­fen­den Klas­sen­kämpfe in Süd­eu­ropa, der Wahl­sieg Syri­zas in Grie­chen­land, der weg­wei­sende Auf­bruch in Rojava, eine immer auto­ri­tä­rer wer­dende Gesetz­ge­bung in der Tür­kei und neu­er­dings auch in Spa­nien, die Fes­tung Europa, rechte Mas­sen­mo­bi­li­sie­run­gen und Wahl­er­folge in der BRD, staat­li­che Unter­stüt­zung für die faschis­ti­sche Mör­der­bande des NSU, Waf­fen­lie­fe­run­gen an reak­tio­näre Regime in vom Wes­ten erst desta­bi­li­sier­ten Kri­sen­re­gio­nen, die Durch­set­zung von Frei­han­dels­ab­kom­men und immer aggres­si­ver auf­tre­tende Impe­ria­lis­men ver­deut­li­chen: an rele­van­ten The­men, mit denen man sich die­ses Jahr anläss­lich des 1. Mai aus­ein­an­der­set­zen könnte, man­gelt es wahr­lich nicht. Allzu offen­sicht­lich befin­det sich der Kapi­ta­lis­mus in der Krise, allzu offen­sicht­lich pro­du­ziert er bei sei­nen Ver­su­chen der Kri­sen­be­wäl­ti­gung immer neue, gewal­ti­gere Kri­sen, allzu offen­sicht­lich trägt die Krise zu einem Erstar­ken reak­tio­nä­rer und faschis­ti­scher Kräfte in wei­ten Tei­len Euro­pas bei.

Die Geschichte lehrt uns: Erin­nern heißt Han­deln!
Den­noch stel­len wir den Tag unse­rer Klasse die­ses Jahr nicht in den direk­ten Zusam­men­hang mit die­sen Ent­wick­lun­gen, son­dern unter das Zei­chen des Erin­nerns. Mit Erin­nern mei­nen wir dabei weder ein moral­ge­tränk­tes Ritual noch die Beschäf­ti­gung mit Geschichte im Sinne der bür­ger­li­chen Wis­sen­schaft: Erin­nern ist für uns immer die Aneig­nung und Ver­tei­di­gung unse­rer Geschichte. Erin­nern heißt für uns immer auch kämp­fen. Dies bedeu­tet nicht nur, dass uns unsere Geschichte antreibt, moti­viert und uns Ver­pflich­tung ist, son­dern auch, dass wir als Linke um die Deu­tungs­ho­heit unse­rer Geschichte kämp­fen müs­sen. Und genau auf die­sem Gebiet sehen wir gra­vie­rende Ent­wick­lun­gen im Gange.

Dass sich 2015 die Befrei­ung von Ausch­witz durch die Rote Armee, das Ende des Zwei­ten Welt­kriegs, die Befrei­ung Euro­pas vom Faschis­mus sowie eine ganze Reihe wei­te­rer Ereig­nisse, die für das kol­lek­tive Gedächt­nis der Lin­ken wich­tige Bezugs­punkte bil­den müs­sen, zum 70. Mal jäh­ren, ist dabei für uns weni­ger ent­schei­dend als die Mas­si­vi­tät des gegen­wär­ti­gen all­um­fas­sen­den geschichts­po­li­ti­schen Angriffs von rechts. Denn die­sem kön­nen sich bald keine Zeit­zeu­gen mehr in den Weg stel­len und seine Wir­kungs­macht reicht bis in die Linke hin­ein. Wenn zum Bei­spiel für die Geschichte des Deut­schen Faschis­mus auf der einen Seite Götz Aly bis weit in die alter­na­tive Szene zum Stich­wort­ge­ber wird oder Guido Knopp „uns Deut­schen“ ein Geschichts­bild auf den Leib schnei­dert, das von ökono­mi­schen Struk­tu­ren, Pro­fi­teu­ren und Ver­ant­wor­tung der Eli­ten, aber auch vom Wider­stand der Arbei­ter­be­we­gung nichts wis­sen will, ist es höchste Zeit zu inter­ve­nie­ren.

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„So, wie es ist, bleibt es nicht!“ — Bericht zum Anti­ka­pi­ta­lis­ti­schen Block auf der DGB-Demo

blockklein„Denn so, wie es ist, bleibt es nicht!“ -Dieser Auffassung des Kommunisten und Schriftsteller Bertold Brecht folgten beim Antikapitalistischen Block auf der 1. Mai Demonstration des DGB in Freiburg erneut etwa 100 Menschen. Der Block knüpfte damit direkt an das Motto des letzten Jahres an, denn „Von selbst wird die Welt nicht besser“ und begeisterte die Gewerkschaftsdemonstration mit Parolen, bunten Schildern und einer kämpferischen Rede.

Nach innen wie nach außen wurden Akzente gesetzt. In der Mitte aufgestellt und ausgestattet mir Transparenten, Flyern und bemalten Regenschirmen waren seine Inhalte sowohl in der Demo als auch für Passanten gut wahrnehmbar bzw. unübersehbar.
Das erklärte Ziel, antikapitalistische Positionen innerhalb der Gewerkschaft zu stärken, demoerfüllte sich bereits anhand der breiten Zustimmung, die der Redebeitrag des Blocks auf der Zwischenkundgebung bei den Demoteilnehmern fand. Aber auch an vielen anderen Stellen wurden Anknüpfungspunkte deutlich, wie beispielsweise bei den Forderungen nach Abschaffung der Leiharbeit und dem Kampf für ein politisches Streikrecht. Auch die Werbung für die Blockupy-Aktionstage im Mai stieß innerhalb und außerhalb der Demo auf großes Interesse.

Bei allen Gemeinsamkeiten mit den Gewerkschaften machte der Block jedoch zugleich deutlich, dass einem sozialpartnerschaftlichen Kurs oder einem Aufeinander zugehen von Teilen der DGB-Spitze und der Bundeswehr eine klare Absage zu erteilen ist.
Ob bei den Wäglern in Freiburg, dem Kampf gegen Repression, Ordnungsdienst oder gegen die autoritären Krisenlösungen von Regierung und Troika, wurde gezeigt, dass die Solidarität am 1. Mai in Freiburg all jenen Menschen gilt, die sich gegen den Ausverkauf und das Wegkürzen ihrer Lebensgrundlagen auflehnen. Das Credo war eindeutig; Veränderungen werden nur gemeinsam erkämpft werden.
Diese Veränderung, so die Idee des antikapitalistischen Blocks, werden nur kollektiv und organisiert erreichbar seien. Sich mit einer klaren antikapitalistischen Perspektive für eine Welt ohne Ausbeutung Krieg und Krise einzusetzen wird unbestritten kein Zuckerschlecken werden. Weiterlesen

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So, wie es ist, bleibt es nicht!: Übersicht zum 1.Mai in Freiburg

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Podi­ums­dis­kus­sion: „Revo­lu­tio­näre Poli­tik in nicht– revo­lu­tio­nä­ren Zei­ten“.
Was eine Linke tun sollte, die wie­der rele­vant wer­den will!
25.April | 20 Uhr | Lin­kes Zen­trum Frei­burg ¡adelante! | Glü­mer­straße 2
Mit: Einer Ver­tre­te­rin der Gewerk­schafts­lin­ken (Stutt­gart), einer Ver­tre­te­rin der Inter­ven­tio­nis­ti­schen Lin­ken (Frank­furt) und einem Ver­tre­ter des Spre­cher­rat der Deut­schen Kom­mu­nis­ti­schen Par­tei (Freiburg)
Hier findet ihr den Ankündigungstext.

„So, wie es ist, bleibt es nicht!“ – Kapitalismus überwinden – für eine Welt jenseits von Krieg und Krise!

Anti­ka­pi­ta­lis­ti­scher Block auf der DGB-Demo.
1. Mai | 10.30 Uhr | Stüh­lin­ger Kirch­platz
Hier findet ihr den Aufruf zum Block.

Bas­tel­tage | 24. & 25.April | 12 — 18 Uhr | Lin­kes Zen­trum Frei­burg ¡adelante! | Glü­mer­straße 2
Wir bas­teln Mate­ria­lien für den Block — Komm vorbei!

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Podi­ums­dis­kus­sion: „Revo­lu­tio­näre Poli­tik in nicht– revo­lu­tio­nä­ren Zeiten“

Was eine Linke tun sollte, die wie­der rele­vant wer­den will!
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Mit: Einer Ver­tre­te­rin der Gewerk­schafts­lin­ken (Stutt­gart), einer Ver­tre­te­rin der Inter­ven­tio­nis­ti­schen Lin­ken (Frank­furt) und einem Ver­tre­ter des Spre­cher­rat der Deut­schen Kom­mu­nis­ti­schen Par­tei Frei­burg
Frei­tag | 25.April | 20 Uhr | Lin­kes Zen­trum Frei­burg ¡adelante!

Wäh­rend die BRD die euro­päi­sche Peri­phe­rie her­un­ter­wirt­schaf­tet und sich große Teile der betrof­fe­nen Gesell­schaf­ten gegen von der Troika aus Euro­päi­scher Zen­tral­bank (EZB), Inter­na­tio­na­lem Wäh­rungs­fond (IWF) und EU-Komission auf­ge­bür­dete Spar­maß­nah­men auf­leh­nen, blei­ben die Pro­teste gegen die vor allem von der BRD for­cier­ten auto­ri­tä­ren Kri­sen­lö­sun­gen mit Aus­nahme von Block­upy kaum wahrnehmbar.

Der DGB betei­ligt sich bes­ten­falls halb­her­zig an einem euro­pa­wei­ten Gene­ral­streik der Gewerk­schaf­ten, mit dem Ver­weis auf gefähr­dete deut­sche Wett­be­werbs­fä­hig­keit wer­den immer kras­sere Ein­schrän­kun­gen hingenommen.

Wir leben in bewe­gungs­ar­men Zei­ten. Die Schwä­che der Lin­ken ist seit Jah­ren offen­sicht­lich. Eine starke, kon­ti­nu­ier­lich arbei­tende anti­ka­pi­ta­lis­ti­sche Bewe­gung, die in der Lage wäre, sich gesell­schaft­lich Gehör zu ver­schaf­fen und auf öffent­li­che Debat­ten ein­zu­wir­ken, besteht ledig­lich in Ansätzen.

Wir wol­len dis­ku­tie­ren, was eine Linke tun sollte, die aus die­ser Schwä­che aus­bre­chen will und, gerade ange­sichts eines zuneh­men­den gesell­schaft­li­chen reak­tio­nä­ren Roll-Backs, eine Dis­kus­sion über Alter­na­ti­ven zu Leih­ar­beit, Leis­tungs­kür­zun­gen und chau­vi­nis­ti­schem Sprech, auf die Tages­ord­nung set­zen zu kön­nen. Der Kapi­ta­lis­mus als Wirt­schafts­sys­tem, der Sie­ges­zug des Neo­li­be­ra­lis­mus in sämt­li­chen Lebens­be­rei­chen wer­den als alter­na­tiv­los dar­ge­stellt. Daher soll es auch um kon­krete Akti­ons­mög­lich­kei­ten und Poli­tik­an­sätze der Lin­ken gehen.

Im Anschluss an die Ver­an­stal­tung wird noch die Freitags-Kneipe im Lin­ken Zen­trum stattfinden.

Am 1.Mai fin­det auf der DGB-Demo auch wie­der ein Anti­ka­pi­ta­lis­ti­scher Block statt:
Treff­punkt 10.30 Uhr | Stüh­lin­ger Kirchplatz

Eine Ver­an­stal­tung der Anti­fa­schis­ti­schen Lin­ken Frei­burg im Rah­men der „Initia­tive für einen Anti­ka­pi­ta­lis­ti­schen Block auf der DGB-Demo.“

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„So, wie es ist, bleibt es nicht…“: Aufruf zum antikapitalistischen Block 2014

Es ist soweit! FlyervorneAuch 2014 rufen wir wieder auf zu einem antikapitalistischem Block auf der DGB Demo auf.
1. Mai 2014 | 10.30 Uhr | Stühlinger Kirchplatz | DGB-Demo

Im Vorfeld wird es eine Podiumsdiskussion mit dem Thema „Revolutionäre Politik in nicht-revolutionären Zeiten“ mit einer Ver­tre­te­rin der Gewerk­schafts­lin­ken (Stutt­gart), einer Ver­tre­te­rin der Inter­ven­tio­nis­ti­schen Lin­ken (Frank­furt) und einem Ver­tre­ter des Spre­cher­rat der Deut­schen Kom­mu­nis­ti­schen Par­tei Frei­burg.
Freitag | 25.04.14 |20 Uhr | Linkes Zentrum Freiburg

weiter unten findet ihr einen gekürzten Aufruf. Den kompletten findet ihr hier als PDF oder unter der Rubrik Aufruf
Kompletter Aufruf

„So wie es ist, bleibt es nicht…“*
(*Bertold Brecht – Lob der Dialektik)
Kapitalismus überwinden – für eine Welt jenseits von Krieg und Krise!
Auch im Jahr 2014 scheint Alles beim Alten:
Die BRD setzt ihre Interessen weiter im neoliberalen Projekt „Europäische Union“ brutalst und so umfassend wie möglich durch. Gleichzeit gehen von deutschem Boden auch 100 Jahre nach der Anzettelung des 1.Weltkrieg und 75 Jahre nach dem Überfall auf Polen weiter Kriege aus. Sei es durch direkte Eingriffe vor der Küste Somalias zum „Schutz“ deutscher Handelsrouten und damit zur Durchsetzung deutscher Wirtschaftsinteressen oder indirekt, wie im Syrien-Konflikt, mit der Billigung und Unterstützung bei der Stationierung von Patriot-Raketen nahe der syrischen Grenze.
Es wird deutlich: Immer widerlicher beeinträchtigen die kapitalistischen Evergreens von Krisen und Kriegen, faschistischen und rassistischen Mobilmachungen und einer immer fortschreitenderen Umverteilung von Unten nach Oben unser aller Leben. Die Systemkrise des Kapitalismus wird noch immer hinter dem Geschwätz von einer Krise des Finanzmarkts und einer europäische Staatsschuldenkrise versteckt. Immer noch nicht spürt die Wirtschaft der BRD diese Krise. Während im Süden Europas die Krise durchschlägt, was zum Einen zu Massenarbeitslosigkeit und Protesten gegen die rigiden Sparmaßnahmen, zum Anderen aber auch zu einem Erstarken der faschistischen Bewegung führt, bleibt es in der BRD ruhig, zu ruhig. Ein Ausbrechen aus diesem Verharren in der Regungslosigkeit beschränkt sich fast ausschließlich auf die Blockupy-Krisenproteste anlässlich des Neubaus der Europäischen Zentralbank EZB, neben dem Internationalen Währungsfond (IWF) und der EU-Kommission, eine von drei Teilen der sogenannten „Troika“, dem Instrument, mit dem die BRD rigide „deutsche“ Interessen innerhalb der EU durchsetzt.
Aber das Herunterwirtschaften der europäischen Peripherie ist einigen Scharfmachern und geistigen Brandstiftern noch nicht genug, munter wird von einer Rückbesinnung auf nationale Interessen geträumt, die ruhig auch unverdeckt und vor allem aber noch entschlossener vertreten werden sollen. Immer unverschämter und dreister preschen so die Befürworter eines neoliberalen Zeitgeistes nach Vorne. Immer ekelhafter wird diese Rückbesinnung auf nationale Interessen forciert.
2014 fordert der Bundespräsident der BRD ein neues „deutsches“ Selbstbewusstsein in der Welt: Zupacken statt zuschauen bedeutet für den Antikommunisten Gauck militärische und wirtschaftliche Interessen gemeinsam zu denken. Es gibt auch hier allen Grund auf die Straße zu gehen und für eine bessere Welt zu kämpfen: Wir schauen einer unsicheren Zukunft entgegen; das Renteneintrittsalter wird schrittweise immer weiter angehoben, prekäre Beschäftigungsverhältnisse werden immer weiter ausgebaut, ganze Stammbelegschaften werden abgebaut und die Produktion in „rentablere“ Umgebungen verlegt. Die Liste ließe sich noch unbegrenzt fortführen. Gewählt werden soll auch wieder in diesem Jahr. Sowohl für den Freiburger Stadtrat als auch fürs EU Parlament sollen wir unsere Stimme abgeben. Das allein reicht aber nicht! Wir müssen uns für ein selbstbestimmtes Leben und gegen das kapitalistische System engagieren!
Denn unser Ziel bleibt es, die Verhältnisse zum Tanzen zu bringen. Wir kämpfen für eine Gesellschaft, in der es die Bedürfnisse der Menschen sind und nicht der Profit, welche die Produktion bestimmen. Eine Gesellschaft, in der solidarisch gelebt und gewirtschaftet wird anstatt des ewigen Mantras der Konkurrenz.

Lasst uns für eine Perspektive jenseits von Kapitalismus und Krieg eintreten! Lasst uns gemeinsam unseren Widerstand am Kampftag der Arbeiterklasse auf die Straße tragen!

Für eine solidarische Gesellschaft!

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[FR] Erfolgreicher antikapitalistischer Block auf der DGB-Demo

Am 1. Mai in Freiburg gelang es dieses Jahr dem antikapitalistischen Block auf der Demonstration des DGB ein entschlossenes, lautes und kämpferisches Zeichen zu formulieren. Bis zu 100 TeilnehmerInnen machten deutlich, dass es notwendig ist für eine Welt jenseits von Krieg, Krise und Kapitalismus einzutreten. Wir bewerten den Block als Erfolg, weil es gelang auf der DGB-Demonstration weitergehende Forderungen zu formulieren und Akzente zu setzen, die über die die Forderungen des DGB hinausgingen.

Besonders erfreulich ist es, dass sich Teile der DGD-Demo dem Block anschlossen und uns so offensichtlich der Anschluss an linke Positionen innerhalb der Gewerkschaft gelang, denn angesichts der Massenproteste in weiten Teilen Europas ist es in der BRD geradezu unerträglich still. Zugleich ist diese Initiative darum der Auftakt zu den Blockupy-Krisenprotesten im Mai diesen Jahres. Gemeinsam, als Linke in und außerhalb der Gewerkschaften, wollen wir aktiv werden gegen die Sparpolitik der europäischen Regierungen, die maßgeblich von der BRD organisiert und vorangetrieben wird. Forderungen nach „fairem Löhnen, guter Arbeit und sicheren Renten” sind in unseren Augen nicht genug. Wir stellten klar, dass die Welt von selbst nicht besser wird.

Mit seinem entschlossenen Auftreten wies der Block darauf hin, dass die Rolle der Gewerkschaften, angesichts von Krise und autoritärem Krisenmanagement – im Herzen der Bestie – eine andere sein muss, als still zu halten. Gleichzeitig gelang uns ein solidarischer Umgang – nicht indem wir uns vom DGB abgegrenzt haben, sondern indem wir fortschrittliche Strömungen in der Gewerkschaft heraus gestellt und unterstützt haben.

Das gute Feedback auf unser Infomaterial, – von grummeligen SPD-VetreterInnen vielleicht mal abgesehen – und eine breite Beteiligung an unserem bewusst offen gestaltete Block lässt uns zu dem Schluss kommen, dass wir, indem wir auf szenelastiges Auftreten weitestgehend verzichteten auch Leute ansprechen konnten, die wir sonst vermutlich nicht erreicht hätten.

Alexandra Grigoro, die Sprecherin des Bündnis, stellt abschließend fest: „Auch wenn der antikapitalistische Block an diesem Tag seitens der Polizei weitgehend unbehelligt blieb, wollen wir deutlich machen, dass der Belagerungszustand im Grün und die Provokationen der Polizei gegenüber der Libertären Demo zum Kotzen waren.“

Wir halten es für wichtig einen antikapitalistischen Ausdruck am 1.Mai zu etablieren, und darauf hin zu arbeiten, dass am Kampftag der Klasse der Lohnabhängigen nicht die Berichterstattung über den evangelischen Kirchentag in Hamburg dominiert.

Die Aktivitäten zum Antikapitalistischen Block im Überblick:

Sa, 13.April: Kampagenenstart bei UmFAIRteilen

So, 21.April: Basteltag, Filmvorführung „The Navigators“ und VoKü.

Mo, 22.April: Transpiaktion.
Bericht hier.

Do, 25.April: Mobi-Aktion Seepark.
Bericht hier und hier.

So, 28.April: Filmvorführung „The Take“ und Vokü.

Bündnis für einen Antikapitalistischen Block auf der Freiburger DGB-Demo, Mai 2013

Berichte mit weiteren Bildern gibt’s hier und hier.

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Pressemitteilung des Antikapitalistischen Block vom 30.April

Mitteilung an die VertreterInnen der Presse

Antikapitalistischer Block auf der Demonstration des DGB zum 1.Mai in Freiburg

Bei der diesjährigen Gewerkschaftsdemonstration des DGB zum 1. Mai in Freiburg ruft ein Bündnis aus linken Gruppen und Einzelpersonen zu einem antikapitalistischen Block auf. Die OrganisatorInnen machen damit deutlich: “Von selbst wird die Welt nicht besser” und fordern gemeinsamen Widerstand gegen die Angriffe auf die Lebensverhältnisse vieler Menschen. Während durch die europäische Krisenpolitik Millionen Menschen von Verelendung und Armut betroffen sind fordert der Deutsche Gewerkschaftsbund lediglich zaghaft gute Arbeit, sichere Rente und ein soziales Europa.

Daher ist es das Ziel des antikapitalistischen Blocks auf der DGB-Demonstration weitergehende Forderungen zu formulieren. Linke Positionen innerhalb der Gewerkschaft sollen gestärkt werden, denn angesichts der Massenprotest in weiten Teilen Europas ist es in der BRD geradezu unerträglich still. Zugleich ist diese Initiative darum der Auftakt zu den Blockupy-Krisenprotesten im Mai diesen Jahres. Gemeinsam, als Linke in und außerhalb der Gewerkschaften, will das Bündnis aktiv werden, gegen die Sparpolitik der europäischen Regierungen, die maßgeblich von der BRD organisiert und vorangetrieben wird. Forderungen nach “fairen Löhnen, guter Arbeit und sicheren Renten” sind in den Augen der OrganisatorInnen nicht genug.

Zusammen mit den Gewerkschaften hierzulande und mit den Menschen im Süden Europas soll das deutliche Zeichen gesetzt werden: “Wir schulden nichts, wir zahlen nichts!” Damit wehrt sich die Initiative dagegen, dass die Sanierung des Kapitalismus in Europa auf dem Rücken der Lohnabhängigen, der Erwerbslosen, der Rentner_innen, der Migrant_innen und der Jugendlichen ausgetragen wird. Der Komplizenschaft deutscher Gewerkschaften mit der Krisenpolitik soll eine Absage erteilt werden, denn diese hat nicht nur katastrophale Folgen für die Lebensverhältnisse der Menschen im Süden Europas, sondern treibt auch hierzulande Menschen in Armut und unsichere Arbeitsverhältnisse.

Gleichzeitig will der antikapitalistische Block die gewerkschaftlichen Initiativen für die Abschaffung der Leiharbeit und für ein politisches Streikrecht in Deutschland unterstützen, die in Krisenzeiten drängender denn je sind. Alexandra Grigoro, die Sprecherin des Bündnis, erklärte hierzu: “Am 1. Mai soll in Freiburg deutlich gemacht werden, dass eine andere Welt, jenseits dieses Wirtschafts- und Gesellschaftssystems nötig und möglich ist.”

Mittwoch 1.Mai | 11 Uhr | Stühlinger Kirchplatz
Gewerschaftsdemo in Freiburg mit Antikapitalistischem Block
Treffpunkt: Ab 10.45 am Hochtranspi des Antikapitalistischen Block

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[FR] Mobi-Aktion für den Antikapitalistischen Block im Seepark

Bei gutem Wetter ist das für die Landesgartenschau 1986 in seiner heutigen Form erschaffene Biotop und Erholungsgebiet Seepark im Freiburger Westen ein beliebtes Ziel um mal so richtig die Seele baumeln zu lassen.

Daher stachen wir mit dem sogenannten „Mobi-Dampfer“ in See um in den Antikapitalistischen Block auf der DGB-Demo am 1.Mai zu mobilisieren. Ziel dieses Blocks ist es antikapitalistische und linke Positionen in der Gesellschaft und den Gewerkschaften zu stärken. Und bei dem gestrigen guten Wetter war einiges los rund um den See.

Die kleine Schifffahrt erregte einiges an Aufmerksamkeit, sodass wir eine gute Portion Flyer verteilen konnten, die erfreulich gerne angenommen wurden.

Um Emma und ihren SchildkrötenfreundInnen ihren Lebensraum zu erhalten, haben wir natürlich penibelst auf die ökologische Verträglichkeit unserer Aktion geachtet.

weitere Bilder gibts hier.
Bilder mit Bauanleitung gibts hier.

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Treffpunkt am 1.Mai

Am 1.Mai treffen wir uns ab 10.45 Uhr bei unserem Hochtranspi auf dem Stühlinger Kirchplatz. Da die DGB-Demo auf die autonome Viertelstunde Verspätung verzichtet und pünktlich um 11 Uhr starten wird, bitte wir euch alle pünktlich an den Startpunkt zu kommen.

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[FR] Transpi-Aktion zum 1.Mai

Am Montag Mittag hängten AktivistInnen zwei Transparente mit der Aufschrift „Von Selbst wird’s nicht besser“ in der Freiburger Innenstadt auf um in den Antikapitalistischen Block auf der Mai-Demonstration des DGB zu mobilisieren.

Das Mobi-Material für den Block kann übrigens im Linken Zentrum Freiburg ¡adelante! abgeholt werden.

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